Das Wort zum Sonntag. Und eins zur Steckdose.

Am Sofa in unserem Bandraum (und auch an den irritierenden Gestalten davor) erkennen wir: Es ist mal wieder Adventszeit. Und dank unseren C.A.P.-Ladies, die uns mit diesen Geschenken überrascht haben, werden wir auch in den kommenden Wochen gute Ausreden haben: Päckli auszupacken anstatt uns der weiteren Entwicklung unseres Unplugged-Sound zu widmen (sprich: Proben = mühsam!).

cap_adventskalender16.jpg

Wo wir gerade bei „unplugged“ sind – oder „acoustic“, wie wir es lieber nennen: Oft wurden wir gefragt, was diese Begriffe zu bedeuten hätten und wie wir dazu kämen, uns und unsere Musik so zu betiteln. Einige Veranstalter wollten uns von vornherein gar nicht erst buchen, aus eben diesem Grund und aus Angst, wir seien zu leise, zu beschaulich, nicht partytauglich oder für Tänzer ungeeignet. Wieder andere, die uns als völlig unverstärkt spielende Strassenmusiker gekannt haben, sind ins Staunen gekommen, als sie beim nächsten Konzert grosse Lautsprechertürme und Beschallungsanlagen mit mehreren tausend Watt Leistung neben unserer Bühne gesehen haben.

Kurz und gut: „Unplugged“, ursprünglich geprägt durch das legendäre TV-Format „MTV Unplugged“, ist ein arg strapazierter Begriff. Er bezieht sich primär auf die Instrumentierung. Wer „unplugged“ oder „acoustic“ spielt, verwendet möglichst nur selbstklingende Instrumente. Selbstklingend bedeutet, dass ein Instrument keinen Strom oder elektronische Hilfsmittel braucht, um seinen charakteristischen Ton zu generieren. Das heisst nicht, dass man das Endergebnis nicht vor ein Mikrofon stellen darf, um es lauter zu machen. Anders könnten wir nie für mehr als ein paar Dutzend Zuschauer spielen – sie würden uns schlicht nicht hören. Einige wären bestimmt froh darüber, aber wir kennen doch ein paar, die das schade fänden😉

Für uns ist der Begriff „acoustic“ wichtig. Nicht umsonst haben wir diesen im Bandnamen verewigt. Aber keinesfalls, weil wir sinnlos noch mehr überflüssige stilistische Grenzen ziehen wollen, sondern weil wir ihn als Inspiration für unsere Arrangements nutzen: Will man Songs mit rein akustischen Instrumenten spielen, muss man sich anstrengen und kreativ sein. Man muss Musikstücke in Einzelteile zerlegen und sie neu aufbauen, mit anderen Instrumenten eben. Was im Original auf einer Hammond-Orgel gespielt wird kann nicht einfach auf einem Klavier nachgespielt werden. Der Klang ist ganz anders und ein Klavier kann keine lang anhaltenden Töne produzieren wie eine Orgel. Also versuchen wir, den betreffenden Teil so anzupassen, dass er z.B. auf einem Akkordeon, einer Bluesharp oder einem sonstigen Blasinstrument gespielt werden kann. Auf diese und ähnliche Weise entstehen unsere Akustikversionen von bekannten Stücken.

Doch genug der Anstrengung jetzt: Geniesst den Advent und zündet eine Kerze an! Dabei ist es völlig egal, ob sie unplugged (aus Wachs) oder elektrisch ist. Hauptsache ihr habt Freude dran!

Vor dem Winterschlaf

Mit der Umstellung der Uhren auf Winterzeit und nachdem Halloween vorüber ist endet auch die C.A.P.-Saison. Das war schon im letzten Jahr so. Bevor wir uns aber hinter einem warmen Ofen verkrümeln um mal wieder an etwas Neuem zu tüfteln, gibt’s nochmal ein paar sonnige Erinnerungen an unsere Country-Woche in Spanien.

Ein gewisses Genre-spezifisches Print-Magazin (ihr wisst schon, wo die Werbung 30 Sonnenuntergänge lang wirkt…) fand zwar in seiner aktuellen November-Ausgabe nur die erste der beiden Country-Wochen erwähnenswert, aber wir können glücklicherweise hier aus allererster Hand ergänzen: Auch die zweite Hälfte der Giverola Country Weeks war hervorragend!

Der kleine Clip ist aus Video-Schnipseln und Fotos von Dana, Nic und BB entstanden (merci!).

Viel Spass!

We love the Costa Brava!

Es gäbe bestimmt tausend Gründe, sich in die herrliche Küstenregion rund um Tossa de Mar zu verlieben. Uns hat ein einziger gereicht: Giverola Country Weeks!

Bereits liegen wieder einige Tage grauen Alltags zwischen jetzt und einer unvergesslichen Woche inmitten von tollen Leuten, guter Musik, bestem Essen, Party, Sonne und Meer. Klar haben wir in der Woche vom 17. bis 24. September 2016 einigen Schlafmangel und dergleichen angehäuft, aber wir hatten Unmengen Spass dabei. Und, was noch wichtiger ist, den Gästen hat’s ebenso gefallen wie uns. Zumindest schliessen wir das aus den unzähligen zufriedenen Gesichtern, in die wir von der Bühne aus blicken durften. Diese tollen Momente kompensieren nicht nur ein paar Stunden Schlafmanko. Sie werden uns auch nach Jahren noch in Erinnerung sein, wenn wir an diese wunderbare Woche in Spanien zurückdenken.

Aus musikalischer Sicht haben wir von den Rubbernecks wie auch von Pepi Hug’s Firewall gleichermassen dazugelernt. Beispielsweise wissen wir heute, dass wir den Sinn und Zweck eines Kontrabass bis jetzt völlig falsch verstanden hatten (es handelt sich dabei eigentlich um ein Turngerät, das nebenbei tiefe Töne macht). Elvis lebt – das wussten einige von uns schon – jetzt wissen es alle. Akustik-Gitarristen lassen sich ohne grosses Betteln und Zwingen auch mit Strom-Gitarren fotografieren. Sänger können auch Schlagzeug spielen, wenn sie nur wollen. Jam-Sessions sind umso erfolgreicher, je mehr man Stilrichtungen und Musiker mischt. Musiker können auch Songs spielen, von denen sie keine Ahnung haben, solange die Stimmung auf der Bühne passt. Saxophon spielt sich am besten im Treppenhaus. „Wenn d’Sunne hinger em Jura ungergeit“ funktioniert auch 900 km von zuhause entfernt ohne weiteres. Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden, aber bevor’s langweilig wird: Es war genial!

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Team vor Ort im Giverola Resort unter Gaby und Patrick Flückiger sowie bei allen Gästen, die uns mit guter Stimmung und haufenweise Applaus eine unvergessliche Woche geschenkt haben!

Photos: Nic & BB (muchas gracias!).

Liebes Tagebuch, am Samstag waren wir mit der C.A.P.-Familie in Basel…

Aber nicht im Zoo, sondern am Science Day bei Novartis. Obwohl – gewisse Parallelen liessen sich schon ziehen: Abgesperrtes Gelände, eine eigene Stadt in der Stadt mit allem, was dazu gehört vom Einkaufszentrum über Restaurants bis hin zum eigenen Passbüro. Klar gibt’s auch eine Apotheke da😉

Wir hatten vor unseren Auftritten als „Buskers“ noch genügend Zeit, einige Eindrücke von der faszinierenden Arbeitsumgebung zu sammeln. Ganz herzlichen Dank an unseren zuvorkommenden Betreuer und Guide, der uns alles gezeigt, geduldig erklärt und uns tip top umsorgt hat. Sven, ohne Dich hätten wir uns sicher irgendwo verirrt in dieser riesigen Anlage. Danke!

Wir verstehen nicht viel von Pharma-Industrie. Eines können wir aber zuverlässig beurteilen: Wenn Novartis ihre Medikamente mit der gleichen Professionalität herstellt wie sie ihre Grossveranstaltungen organisieren, dann kommt der Erfolg nicht von ungefähr. Alles war top vorbereitet und hat wie am Schnürchen geklappt. Nicht selbstverständlich bei 25’000 Gästen. Zu den Top-Attraktionen gehörten Acts wie Nubya, Anna Rossinelli und Pegasus. Und dann – nebst zahlreichen anderen – auch wir von C.A.P., diesmal als echte Strassenmusiker, völlig unverstärkt, mitten in der Menge – mehr „Unplugged“ geht nicht. Hat echt Spass gemacht!

Pics: BB & Nic (merci!)

 

Aus Grenchen kommen Uhrwerke und der Nebel. Oder…?

Also die Nebelmaschine haben wir am Freitag, 9. September 2016, mitten am Stadtfest endlich gefunden: Sie stand hinter uns auf der grossen Bühne am Marktplatz…

Es war eine echte „Chiubi“, wie man sich das vorstellt: Festzelt, allerlei „Rösslispielbetrieb“, Marktstände und dazu getreu dem Motto (back to the fifties) zahlreiche Shows und Ausstellungen. Auch das Wetter hat gepasst. Den sprichwörtlichen Seeländer-Herbstnebel hatten wir lediglich zu Show-Zwecken auf der Bühne, nicht aber in freier Wildbahn.

The C.A.P. durfte die Wochenend-Konzerte eröffnen – es war ja bereits viel von den Freitags-Attraktionen des Grenchner-Festes zu lesen (Grenchner Tagblatt), zu hören (Radio Blitz) und zu sehen (u.a. hier), darum halten wir uns kurz, bedanken uns herzlich bei den Organisatoren und sagen: Geil war’s!
Ein spezielles Merci geht an Michi Schweizer, der uns einmal mehr als Special Guest mit seinem wunderbaren Dobro-Sound bereichert hat.

Photos: Nic & BB (thanks!)

Wenn Musiker eine Party veranstalten

Es dürfte der letzte echte Sommertag des Jahres gewesen sein: Der 3. September 2016. Was war eigentlich los? Unser Bassist Päscu hat die Lesart seines Geburtsjahrs von „Jahrgang“ auf „Baujahr“ gewechselt. Sowas passiert heuer halt, wenn man ein 1976er ist.

Die zugehörige Party war mal wieder eine der Superlative und in Aefligen haben sich gewisse Dinge auf äusserst angenehme Art konzentriert, denn wenn wir etwas im Überfluss hatten, dann waren es Gitarren, Crèmeschnitten und Spass.

Die Ansage war ja, dass jeder, der irgendwo ein Musikinstrument greifbar hat, dieses auch mitbringen sollte. Dieser Aufforderung sind doch einige der Partygäste gefolgt und so haben sich immer wieder neue Kombinationen ergeben. The C.A.P. geht auch mal mit Piano, E-Gitarre, Drum-Kit, zusätzlichen Gitarristen, Schwyzerörgeli, Bluesharps, anderen Sängern oder mit der kompletten Firewall-Formation von Pepi Hug zusammen. OK, zeitweise war die Bühne zu klein, aber die „All-Star-Jams“ waren einfach der Hammer!

Ein speziell dickes Merci geht an Jöggu & Sändlä, die ihren Hof mit allem Drum und Dran für dieses Fest zur Verfügung gestellt haben. DANKE!

Photos: BB & Nic (thanks!)

Feiern, bis der Arzt kommt…

…naja, war nicht nötig, der Arzt war schon da: Am 26. August 2016 durften wir für rund 800 tanz- und partybegeisterte Mitarbeitende der Spitalgruppe Lindenhof spielen. Die 90 Meter lange Halle des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern war Ort des Geschehens. Solche Grössenordnungen bringen spezielle Herausforderungen mit sich – Strom, Beleuchtung, Logistik, Catering, Beschallung: Alles nicht mehr ganz mit herkömmlichem Hausrat zu bewältigen. Aber die Fete ist gelungen. Unser Dank gilt neben den Organisatoren der Lindenhofgruppe speziell auch der Firma VXCO, die uns für diesen Anlass auf unkomplizierte Weise die Soundanlage geliefert und aufgestellt hat. Merci Jungs!

Pics: BB (thank you!).

Vollgas-Party.

Wir durften für Squaw, die Schweizer Status Quo Tribute Band, den Abend an der Burghofnacht 2016 eröffnen – danke Jungs!

Der Job einer Vor-Gruppe besteht ja darin, die Meute warm zu machen. Wir hatten unsere Bedenken, denn stilistisch liegt gewiss mehr als ein kleiner Hüpfer zwischen Status Quo und unserer durchaus nicht ganz alltäglichen Interpretation von Country-Musik. Aber die Sache hat wunderbar geklappt! Die Formel war: Je Gas auf Bühne desto Party im Publikum. Geil! Und es hat auch wieder einmal gezeigt, dass wir musikalisch eben doch nicht so weit auseinander liegen, weil wir alle die gleichen Wurzeln haben: Irgendwo tief im Blues und Rock’n’Roll. Sowas verbindet eben. Das war unser Wort zum Sonntag. Sláinte😉

Pics: BB, Päscu (thanks!)

Er ist wohl doch ein Fan.

Die Rede ist von Petrus. Der Samstag, 2. Juli 2016, musste bis zuletzt als wettertechnisch unsicher eingestuft werden und selbst wir sahen unser sprichwörtliches Wetterglück arg auf die Probe gestellt, aber es kam letztlich doch so, wie es sein muss: Trocken und mit ein paar Sonnenstrahlen als Bonus, sobald die ersten Töne gespielt waren.

Natürlich war nicht nur das Wetter ein Treffer fürs diesjährige Schopf-Fest. Die Party ist rundum gelungen – vertraut uns ruhig, wir haben dafür einen äusserst verlässlichen Gradmesser. Der Blick von der Bühne in die Gesichter der Gäste verrät uns jeweils sofort, wie’s aussieht. Und am Schopf-Fest 2016 war die Stimmung definitiv zufrieden und entspannt, manchmal auch euphorisch. So haben wir’s gern!

Warum gibt’s eigentlich nicht mehr solche tollen Feste? Ganz einfach: Weil’s nun mal nur genau eine Dana und einen Chrigu in diesem Universum gibt, die mit ihrer ganzen Helferschar einen solchen Event auf die Beine stellen können.
Was wollen wir damit sagen? Genau: MERCI TUUUUSIG!
Ihr habt Euch mal wieder selbst übertroffen!

Ein ganz spezielles Dankeschön geht natürlich auch an unseren Special Guest Michi Schweizer, der mit seiner Dobro unserer üblichen Western-Kapelle einen besonderen Touch verleihen konnte.

Pics: Nic & BB (thank you girls!).