Das Wort zum Sonntag. Und eins zur Steckdose.

Am Sofa in unserem Bandraum (und auch an den irritierenden Gestalten davor) erkennen wir: Es ist mal wieder Adventszeit. Und dank unseren C.A.P.-Ladies, die uns mit diesen Geschenken überrascht haben, werden wir auch in den kommenden Wochen gute Ausreden haben: Päckli auszupacken anstatt uns der weiteren Entwicklung unseres Unplugged-Sound zu widmen (sprich: Proben = mühsam!).

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Wo wir gerade bei „unplugged“ sind – oder „acoustic“, wie wir es lieber nennen: Oft wurden wir gefragt, was diese Begriffe zu bedeuten hätten und wie wir dazu kämen, uns und unsere Musik so zu betiteln. Einige Veranstalter wollten uns von vornherein gar nicht erst buchen, aus eben diesem Grund und aus Angst, wir seien zu leise, zu beschaulich, nicht partytauglich oder für Tänzer ungeeignet. Wieder andere, die uns als völlig unverstärkt spielende Strassenmusiker gekannt haben, sind ins Staunen gekommen, als sie beim nächsten Konzert grosse Lautsprechertürme und Beschallungsanlagen mit mehreren tausend Watt Leistung neben unserer Bühne gesehen haben.

Kurz und gut: „Unplugged“, ursprünglich geprägt durch das legendäre TV-Format „MTV Unplugged“, ist ein arg strapazierter Begriff. Er bezieht sich primär auf die Instrumentierung. Wer „unplugged“ oder „acoustic“ spielt, verwendet möglichst nur selbstklingende Instrumente. Selbstklingend bedeutet, dass ein Instrument keinen Strom oder elektronische Hilfsmittel braucht, um seinen charakteristischen Ton zu generieren. Das heisst nicht, dass man das Endergebnis nicht vor ein Mikrofon stellen darf, um es lauter zu machen. Anders könnten wir nie für mehr als ein paar Dutzend Zuschauer spielen – sie würden uns schlicht nicht hören. Einige wären bestimmt froh darüber, aber wir kennen doch ein paar, die das schade fänden 😉

Für uns ist der Begriff „acoustic“ wichtig. Nicht umsonst haben wir diesen im Bandnamen verewigt. Aber keinesfalls, weil wir sinnlos noch mehr überflüssige stilistische Grenzen ziehen wollen, sondern weil wir ihn als Inspiration für unsere Arrangements nutzen: Will man Songs mit rein akustischen Instrumenten spielen, muss man sich anstrengen und kreativ sein. Man muss Musikstücke in Einzelteile zerlegen und sie neu aufbauen, mit anderen Instrumenten eben. Was im Original auf einer Hammond-Orgel gespielt wird kann nicht einfach auf einem Klavier nachgespielt werden. Der Klang ist ganz anders und ein Klavier kann keine lang anhaltenden Töne produzieren wie eine Orgel. Also versuchen wir, den betreffenden Teil so anzupassen, dass er z.B. auf einem Akkordeon, einer Bluesharp oder einem sonstigen Blasinstrument gespielt werden kann. Auf diese und ähnliche Weise entstehen unsere Akustikversionen von bekannten Stücken.

Doch genug der Anstrengung jetzt: Geniesst den Advent und zündet eine Kerze an! Dabei ist es völlig egal, ob sie unplugged (aus Wachs) oder elektrisch ist. Hauptsache ihr habt Freude dran!

We love the Costa Brava!

Es gäbe bestimmt tausend Gründe, sich in die herrliche Küstenregion rund um Tossa de Mar zu verlieben. Uns hat ein einziger gereicht: Giverola Country Weeks!

Bereits liegen wieder einige Tage grauen Alltags zwischen jetzt und einer unvergesslichen Woche inmitten von tollen Leuten, guter Musik, bestem Essen, Party, Sonne und Meer. Klar haben wir in der Woche vom 17. bis 24. September 2016 einigen Schlafmangel und dergleichen angehäuft, aber wir hatten Unmengen Spass dabei. Und, was noch wichtiger ist, den Gästen hat’s ebenso gefallen wie uns. Zumindest schliessen wir das aus den unzähligen zufriedenen Gesichtern, in die wir von der Bühne aus blicken durften. Diese tollen Momente kompensieren nicht nur ein paar Stunden Schlafmanko. Sie werden uns auch nach Jahren noch in Erinnerung sein, wenn wir an diese wunderbare Woche in Spanien zurückdenken.

Aus musikalischer Sicht haben wir von den Rubbernecks wie auch von Pepi Hug’s Firewall gleichermassen dazugelernt. Beispielsweise wissen wir heute, dass wir den Sinn und Zweck eines Kontrabass bis jetzt völlig falsch verstanden hatten (es handelt sich dabei eigentlich um ein Turngerät, das nebenbei tiefe Töne macht). Elvis lebt – das wussten einige von uns schon – jetzt wissen es alle. Akustik-Gitarristen lassen sich ohne grosses Betteln und Zwingen auch mit Strom-Gitarren fotografieren. Sänger können auch Schlagzeug spielen, wenn sie nur wollen. Jam-Sessions sind umso erfolgreicher, je mehr man Stilrichtungen und Musiker mischt. Musiker können auch Songs spielen, von denen sie keine Ahnung haben, solange die Stimmung auf der Bühne passt. Saxophon spielt sich am besten im Treppenhaus. „Wenn d’Sunne hinger em Jura ungergeit“ funktioniert auch 900 km von zuhause entfernt ohne weiteres. Die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden, aber bevor’s langweilig wird: Es war genial!

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Team vor Ort im Giverola Resort unter Gaby und Patrick Flückiger sowie bei allen Gästen, die uns mit guter Stimmung und haufenweise Applaus eine unvergessliche Woche geschenkt haben!

Photos: Nic & BB (muchas gracias!).

Aus Grenchen kommen Uhrwerke und der Nebel. Oder…?

Also die Nebelmaschine haben wir am Freitag, 9. September 2016, mitten am Stadtfest endlich gefunden: Sie stand hinter uns auf der grossen Bühne am Marktplatz…

Es war eine echte „Chiubi“, wie man sich das vorstellt: Festzelt, allerlei „Rösslispielbetrieb“, Marktstände und dazu getreu dem Motto (back to the fifties) zahlreiche Shows und Ausstellungen. Auch das Wetter hat gepasst. Den sprichwörtlichen Seeländer-Herbstnebel hatten wir lediglich zu Show-Zwecken auf der Bühne, nicht aber in freier Wildbahn.

The C.A.P. durfte die Wochenend-Konzerte eröffnen – es war ja bereits viel von den Freitags-Attraktionen des Grenchner-Festes zu lesen (Grenchner Tagblatt), zu hören (Radio Blitz) und zu sehen (u.a. hier), darum halten wir uns kurz, bedanken uns herzlich bei den Organisatoren und sagen: Geil war’s!
Ein spezielles Merci geht an Michi Schweizer, der uns einmal mehr als Special Guest mit seinem wunderbaren Dobro-Sound bereichert hat.

Photos: Nic & BB (thanks!)

Wenn Musiker eine Party veranstalten

Es dürfte der letzte echte Sommertag des Jahres gewesen sein: Der 3. September 2016. Was war eigentlich los? Unser Bassist Päscu hat die Lesart seines Geburtsjahrs von „Jahrgang“ auf „Baujahr“ gewechselt. Sowas passiert heuer halt, wenn man ein 1976er ist.

Die zugehörige Party war mal wieder eine der Superlative und in Aefligen haben sich gewisse Dinge auf äusserst angenehme Art konzentriert, denn wenn wir etwas im Überfluss hatten, dann waren es Gitarren, Crèmeschnitten und Spass.

Die Ansage war ja, dass jeder, der irgendwo ein Musikinstrument greifbar hat, dieses auch mitbringen sollte. Dieser Aufforderung sind doch einige der Partygäste gefolgt und so haben sich immer wieder neue Kombinationen ergeben. The C.A.P. geht auch mal mit Piano, E-Gitarre, Drum-Kit, zusätzlichen Gitarristen, Schwyzerörgeli, Bluesharps, anderen Sängern oder mit der kompletten Firewall-Formation von Pepi Hug zusammen. OK, zeitweise war die Bühne zu klein, aber die „All-Star-Jams“ waren einfach der Hammer!

Ein speziell dickes Merci geht an Jöggu & Sändlä, die ihren Hof mit allem Drum und Dran für dieses Fest zur Verfügung gestellt haben. DANKE!

Photos: BB & Nic (thanks!)

Feiern, bis der Arzt kommt…

…naja, war nicht nötig, der Arzt war schon da: Am 26. August 2016 durften wir für rund 800 tanz- und partybegeisterte Mitarbeitende der Spitalgruppe Lindenhof spielen. Die 90 Meter lange Halle des Nationalen Pferdesportzentrums in Bern war Ort des Geschehens. Solche Grössenordnungen bringen spezielle Herausforderungen mit sich – Strom, Beleuchtung, Logistik, Catering, Beschallung: Alles nicht mehr ganz mit herkömmlichem Hausrat zu bewältigen. Aber die Fete ist gelungen. Unser Dank gilt neben den Organisatoren der Lindenhofgruppe speziell auch der Firma VXCO, die uns für diesen Anlass auf unkomplizierte Weise die Soundanlage geliefert und aufgestellt hat. Merci Jungs!

Pics: BB (thank you!).

Die Heizung…

…lief zu Beginn noch auf Hochtouren und das Lokal, das eigentlich ein Zelt-Anbau ist, war schon mehr als angenehm temperiert, als wir unser Equipment auf die Bühne brachten. Trotz neuerlichem Wintereinbruch wurde das Wärme-Aggregat aber bald überflüssig, denn die Hütte war voll und die Stimmung top!

Viele bekannte Gesichter, aber auch zahlreiche „C.A.P.-Neulinge“ durften wir am 23. April 2016 in der Ranch Orpund begrüssen. Herzlichen Dank nochmals an André, der uns für dieses Konzert gebucht hat. Der Anlass stand unter dem Titel „In Memory Of Winu Grass“ und gehörte zu einer Reihe von Konzerten, die in Gedenken an unseren guten Freund Winu stattfinden. Wir sind sicher, diese Show hätte ihm gefallen. Und in Rüeblis Worten: Es geht weiter. Und zwar bald:

Im Mai sind wir erneut im PIER11 in Solothurn zu sehen und bald danach am Schopf-Fest. Den aktuellen C.A.P.-Kalender gibt’s immer hier und natürlich „drüben“ auf Facebook, zusammen mit den musikalischen oder anderweitig von höchstem Unterhaltungswert geprägten Beiträgen 😉

Pics: Nic (thank you!).

 

Auf der Aare bis PIER11

Das Seeland ist bekanntlich unser bevorzugtes C.A.P.-Revier. Es dürfte daher niemanden erstaunen, dass wir uns zwischendurch am Lauf der Aare orientieren.

Dabei kommt man irgendwann nach Solothurn, wo direkt am Flussufer das stilvolle Restaurant „PIER11“ liegt. In diesem Jahr wird besagtes Lokal gleich zweimal unsere Anlegestelle sein: Am Samstag, 19. März 2016, und auch am 27. Mai (Hafenfest).

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Uns schwebt ja rein von der Lage her vor, direkt auf der Aare anzureisen. Wir sind sicher, dass der Kontrabass von Päscu nicht nur schwimmt, sondern aufgrund seiner beachtlichen Wasserverdrängung auch locker die ganze Band tragen könnte. Unser Bassist ist aber irgendwie noch nicht soweit, die Idee richtig gut zu finden. Ausserdem sind wir etwas unsicher, was den Heimweg angeht. Flussaufwärts zu paddeln mit Gitarren dürfte anstrengend werden. Weiter fürchten wir uns etwas davor, dass unsere Stahlsaiten durch den ungewohnten nautischen Einsatz womöglich Rost ansetzen könnten. Aber uns fällt bestimmt noch etwas ein dazu 😉

Welchen Weg auch immer wir nach Solothurn nehmen werden: Wir spielen am 19. März in 3er-Formation („Essential C.A.P.“). Einerseits sind wir so natürlich etwas leiser. Andererseits öffnet sich dadurch aber zusätzlicher Raum, der mit Subtilem, Nähe und Atmosphäre gefüllt werden kann. Doch keine Bange, auch wer tanzen möchte, wird nicht zu kurz kommen.

Am 27. Mai 2016 ist dann definitiv Schluss mit der Beschaulichkeit: Dann findet das grosse Solothurner Hafenfest statt und das „PIER11“ liegt direkt im Herzen des Geschehens. The C.A.P. wird – diesmal in voller 5er-Besetzung – eine der zahlreichen Bands sein, welche an diesem dreitätigen Fest für euch spielen werden.

Wir freuen uns schon!

Man will ja auch etwas lernen dabei…

Darum macht the C.A.P. zwischendurch etwas Weiterbildung – diesmal im kleinen, privaten Rahmen bei den Krüger Brothers (yeah!). Jens Krüger und Simu haben’s zwar irgendwie nicht zur gleichen Zeit vor die Kamera geschafft, aber immerhin: Rüebli, Uwe Krüger, Joel Landsberg, Pipsu, Päscu und Andy – aufgenommen am 5. März 2016 im legendären Ride-In in Wabern.

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Was kommt nach dem Kürbis?

Aus dem Buch „Die abstrusen Gesprächsthemen von Band-Mitgliedern“: Jetzt, da Halloween vorbei ist, der Zierkürbis im Kompost liegt und auch kleine Männer aufgrund tiefen Sonnenstands fast ganztags lange Schatten werfen – was spielt eine Akustik-Band? Songs zu Thanksgiving? Wohl kaum, denn zu Ehren von Thanksgiving fällt uns spontan kein passendes Lied ein, zumal dieser Feiertag zum Beispiel in Kanada bereits vor Halloween stattfindet, während er in den USA deutlich später im Kalender zu finden ist. Weihnachtslieder vielleicht? Zu früh, finden wir.

Was soll’s, klauben wir halt einen herbstlichen Blues hervor 😉

Geniesst die sonnigen Tage, so lange es noch geht, und bis bald wieder an einer C.A.P.-Show!

One Good Year Of C.A.P.

Man soll bekanntlich nicht vergangenen Zeiten nachhängen, und doch: Es ist ziemlich genau ein Jahr her seit dem ersten Jam und dem Entschluss, das „Country Acoustic Project“ ins Leben zu rufen.

Wir wussten damals nicht, ob wir inmitten all der Bands in der Schweizer Country-Szene eine Nische finden könnten mit unserem reinen Akustik-Sound. In der einen Ecke stehen da die echten Bluegrass-Formationen mit ihren Hardcore-Fans. Aus der gleichen Windrichtung hören wir einige Singer/Songwriter und Folk-Musiker, die ihr Unplugged-Handwerk mit feinen, natürlichen Tönen beherrschen und ihr Publikum zum Teil auch über Crossover in andere Stilrichtungen laufend erweitern. Auf der anderen Seite finden sich die etwas lauteren Country-Bands. Sie haben alle Färbungen von traditionell über (Southern-)Rock und Blues bis hin zu ganz moderen Klängen mit Urban-Touch.

Wie also findet man seinen Platz zwischen einem virtuosen Fiddler oder Dobro-Spieler und der Attraktivität von Pedal-Steel oder Telecaster-Twang? Wir hatten kein Rezept, aber eine Vorstellung, wie wir klingen möchten, Ideen und viel Lust zu experimentieren. In den vergangenen 8 Monaten (seit den ersten Test-Auftritten im Februar 2015) durften wir 11 Gigs in 5 verschiedenen Formationen (2 bis 6 Musiker) spielen, 14 Instrumente ausprobieren, 5 Gastmusiker begrüssen und in unzählige fröhliche Gesichter blicken. Und weil’s dermassen Spass gemacht hat, wollen wir unserem Namen auch im nächsten Jahr gerecht werden. Wir spielen von „Country“ geprägte Musik, alles „Acoustic“, und wir werden weiterhin viel Neues ausprobieren,  bleiben also im „Project“-Modus. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren treuen wie neuen Fans für ein wirklich gutes erstes Jahr und hoffen, euch alle bald wieder anzutreffen. Günstige Gelegenheiten dazu finden sich wie immer hier oder auf unserer Facebook-Page.

Yeeehaw!

The C.A.P. im Bärensaal, Lengnau

Foto: MK*PhotoEmotion (merci Martina!)